hilferuf!

“Vor wenigen Stunden erreichte uns – und alle anderen Berliner Stadtteilzentren und Nachbarschaftsheime – ein dringender Hilferuf aus der Senatsverwaltung für Soziales: Eine riesige Gruppe von Flüchtlingen, die sich aktuell im und vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in der Moabiter Turmstrasse aufhalten, brauchen dringend eine Schlaf-/Übernachtungsmöglichkeit für das bevorstehende Wochenende. (…)
weiterlesen https://steglitzhilft.wordpress.com/2015/07/30/am-wochenende-werdet-ihr-dringend-gebraucht/
spontanes mitmachen – und spenden sowieso! – geht sicher auch ohne teilnahme am orga-treffen. bei http://www.stadtteilzentrum-steglitz.de/service-kontakt/ wird mann da sicherlich geholfen.

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trauer muß Aspasia tragen

dieser titel ging mir während der lektüre von Ulrike Brunottes “Zwischen Eros und Krieg. Männerbund und Ritual in der Moderne” immer wieder durch den kopf. und mein zorn auf das, was Christian Füller auf https://dierevolutionmissbrauchtihrekinder.wordpress.com/ und seinen sonstigen veröffentlichungen+auftritten be-treibt, wuchs und wächst immer noch.
er schreibt und redet unverantwortlichen, unhistorischen, unwissenschaftlichen kackscheiß! wie ihn nur einer reden+schreiben kann, der um seine hegemoniale mänlichkeit fürchtet.

die lektüre von Brunotte (136 seiten +782 fußnoten) macht sehr schnell sehr klar, dass es nicht ausreicht, aus Blühers umfangreichem werk ein, zwei stellen zu zitieren, zu  Platons symposion zurückzuhopsen, sodann die philosophie in phallosophie umzutaufen, um am ende die 68-ger+die idee der sexuellen befreiung+dieGrünen dafür verantwortlich zu machen, dass sexualisierte gewalt gegen kinder bis 18(und alle, die sonst für schwache gehalten werden) immer noch stattfindet. der Elsässer fügt dem noch das gender-mainstreaming hinzu

woran nur so viel richtig ist: die entstehung der frauenbewegung und ihre forderungen+aktivitäten, der ersten wie der zweiten, trug zur krise der hegemonialen männlichkeit, wie sie in aufklärung und französischer revolution entstanden war, bei. ihre ursache war sie um die wende vom 19. zum 20. jhdt ebensowenig, wie sie heute ursache von sexualisierter gewalt gegen kinder bis 18 (und sonstige als schwach geltende) ist.

es ist alles ‘ein bißchen komplexer’. weshalb dies mal wieder ein wachsender blogeintrag wird…. Brunottes buch im einzelnen nachzuzeichnen, braucht ein wenig mehr zeit. deshalb erst mal ‘nur’ der klappentext, um anzudeuten, wohin die reise gehen wird.  “Im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen Umbrüchen um 1900, die auch die Geschlechteridentitäten erschütterten, entwickelten sich Vorstellungen von hyperviriler Männlichkeit, die den vermeintlichen Bedrohungen einer als “weiblich” und zugleich “jüdisch” empfundenen Kultur der Moderne widerstehen sollten. Detailliert zeichnet Ulrike Brunotte nach, wie in den Diskussionen um “Männlichkeit” auf ein Ideal des “wilden Kriegers” und auf stammesgeschichtliche Initiationsriten zurückgegriffen wurde. Und zum ersten Mal widmet sich eine Studie so ausführlich dem Berliner Psychologen Hans Blüher, der die ganze Ambivalenz dieses Männerbundmodells – das vom Wandervogel bis zu SA und SS gewirkt hat – offenbarte, als er nach der Rolle des Eros in der männlichen Gesellschaft fragte.” aus https://www.perlentaucher.de/buch/ulrike-brunotte/zwischen-eros-und-krieg.html  – die dortigen rezensionsnotizen vermitteln – hoffentlich nicht nur mir – die deutliche ahnung, dass+warum diese krise noch nicht an ihr ende gekommen ist.

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wann?

landet Col. Richard Kemp, der ehemalige Kommandeur der britischen Truppen in Afghanistan, endlich in DenHaag?
http://www.audiatur-online.ch/2015/06/29/britischer-kommandant-un-gaza-bericht-folgen-wuerde-nur-weitere-gewalt-provozieren/

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völker zur sonne zur freiheit!

heute vorm Willy-Brandt-Haus

Mahnwache: gemeinsames Basteln für die Demo
13:30 Uhr | HipHop Konzert mit Refpolk (B) und Daisy Chain und Miss Zebra (Greece)
14:30 Uhr Demo zum Bundestag
16 Uhr Kundgebung vorm Bundestag bis zur Abstimmung (wahrscheinlich gegen 19 Uhr)

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sheket jeladim!

richtig lustig ging’s am mittwoch in der knesset zu

es wurde nämlich über das gesetz debattiert, welches für israelische palästinenserinnen, welche nicht-israelische leutz heiraten, die familienzusammenführung in Israel erschwert bis unmöglich macht.
die gelegenheit nutzte Yaron Mazuz zur klarstellung, wer auf keinen fall israelischer staatsbürgerin sein und/oder bleiben dürfe, nämlich: wer terror ausübe, unterstütze oder sonstwie gutfinde.
näheres läßt sich dazu unter http://mondoweiss.net/2015/06/allowing-netanyahu-palestinians lesen.

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wer den dialog pflegt

Ines Kappert sagt in http://taz.de/!5205803/
es sei das zentrum für politische schönheit http://www.politicalbeauty.de/Zentrum_fur_Politische_Schonheit.html
und Bernd Ebert hängt sich mit https://www.freitag.de/autoren/sutrebe/realitaet-ist-grausamer-als-jede-performance
an die Ines dran, weil jetzt ja http://eunavfor.eu/mission/ mit der überwachung per (israelischgebauter?) drohne in die erste phase geht.
dass derweil am 2. Juli 2015 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/040/1804097.pdf in die letzte phase gehen soll – und gehen wird, alldieweil auf die suv-besitzer verlaß ist –
haben beide nicht auf dem schirm. ist ihnen zumindest nicht der rede wert.
die phrase “die toten kommen” wird wahr. und immer wahrer. denn auch die überlebenden werden – wieder mal! – zu toten gemacht. zu untoten, zu dead wo*men walking im abschiebeknast, der als aufnahme-lager für besondere flüchtlingsgruppen daherkommt – ich erspare mir die links, eine jeder zeitungslesende kann das wissen…

das wird so bleiben, solange der bernd lieber in der garage den dialog mit seinem suv pflegt als den mit seinem männlich-weißen abgeordneten.
die passende phrase dazu: flucht ist kein verbrechen.

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geschichtsschreibung

ist ein sehr gutes stichwort zu https://treueliebe.wordpress.com/2015/06/17/bei-den-trobriandern-war-das-nicht-passiert/
zugegeben, bei meinen trobriandern geht es etwas wild durcheinander. und nicht jede findet gleich ihren faden der Ariadne, um sich in dem gewirr zurecht-, gar aus dem gewirr herauszufinden. was letztlich daran liegt, dass in geschichtsschreibung immer mehrere schreibungen gleichzeitig stattfinden, geschichtsschreibung also nur scheinbar ordnung/en herstellt, im grunde jedoch immer chaos dokumentiert – sachichmaso. meistens findet das keine einer besonders aufregend, aber zuweilen dann doch.
mit solch einem aufregenden fall haben wir es in der sogenannten pädophilie-debatte zu tun, und zwar und nicht zuletzt deshalb, weil diese debatte mit allem möglichen zu tun hat, bloß mit pädophilie nicht (oder nur ganz ausnahmsweise mal ganz am rande).

in https://www.freitag.de/autoren/peter-nowak/wider-den-diskurs-der-kriminalisierung verwahrte sich Peter Nowak gegen CF’s wynekenisierende geschichtsschreibung über ’68-ger, sexuelle revolution und AL. In http://taz.de/Ende-einer-Reformschule/!5009983/ verwahrte ich mich gegen eine wynekenisierende geschichtsschreibung über die anfänge der OSO und ihre gründerin. zwei beispiele dafür, wie unterschiedlich schreibungen von realgeschichte ausfallen können. zugleich auch zwei beispiele dafür, wie schreibungen von ideengeschichte aufeinanderprallen können. dies auseinanderfallen bzw. aufeinanderprallen von geschichtsschreibungen aller art durchzieht die gesamte debatte. und verführt die eine und den anderen leicht mal dazu, sich miß- oder gar gänzlich unverstanden zu fühlen – ein gefühl, das offenbar so unerträglich ist, dass es sich umgehend durch wüste beschimpfung einzelner oder auch des ganzen publikums luft machen muß.
woraus ich erst mal den schluß ziehe: die sogenannte pädophilie-debatte ist ganz offenkundig eine für rampensäue.
was nicht so bleiben muß.

als nächstes möcht ich mir gern das vornehmen, was ich wynekenisierung genannt habe. also diese eine schreibung von geschichte, die in einem plakativ-besinnungslosen (so kommt’s mir erst mal vor) rückgriff auf Platons symposion und das Athen des 5.jhdt vorSiewissenschon die anfänge sexualisierter gewalt gegen kinder (bis 18) im heutigen ‘schland bei Wyneken, den wandervögeln und im ‘schland der 68-ger verortet. woran mich vor allem interessiert, wieso für Wyneken (et al) wie für heutige kritiker der OSO wie CF knabenliebe+schenkelverkehr im ollen Athen als (als erklärungsmodell?) so überaus anziehend sind – wohingegen die 68-ger (und die kritische theorie bis heute) mit diesem ollen Athen nicht das geringste am hut hatten und haben.

und bevor ich’s vergesse: zum symposion gehört auch diese alte scherbe

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